– und wie wir sanft zu uns zurückfinden
Warum wir uns selbst verlieren – ganz ohne Drama
Es war kein besonderer Tag.
Eigentlich nur Alltag – ein paar Routinen, ein paar Termine, eine kaputte Waschmaschine.
Ich habe funktioniert. Ich habe erledigt. Ich war effizient.
Und gleichzeitig war ich weit weg von mir.
Mein Körper war angespannt, wie unter Strom. Mein Kopf voll.
Eine bleierne Müdigkeit zog sich durch meine Glieder – subtil, aber spürbar.
Ich dachte: „Wenn jetzt noch etwas dazukommt, schreie ich.“
Und fast im gleichen Atemzug: „Du schaffst das. Morgen ist es wieder anders.“
Es war ein stilles Übergehen meiner selbst.
Kein Drama. Nur: Ich war nicht mehr da.
Wenn Stärke zur Gewohnheit wird
Weißt du, wir können das ja.
Wir haben die Kraft. Die Struktur. Die Weitsicht.
Wir wissen, was wir tun – und meistens auch, was wir brauchen.
Genau deshalb denken wir oft, es sei „kein Ding“, wenn wir ein bisschen über unsere Grenzen gehen.
Wenn wir schnell noch was für andere erledigen.
Wenn wir sagen: „Ich mach das eben noch – ist ja kein Aufwand.“
Wir spüren es schon, wenn es anfängt zu nagen.
So wie winzige Mäusezähnchen an der eigenen Substanz.
Aber wir bekommen ja vermeintlich auch etwas zurück:
Bewunderung. Liebe. Wertschätzung.
Und wenn das ausbleibt?
Dann liegen wir da – metaphorisch mit der Nase auf dem Boden – und fragen uns:
„Wofür mach ich das eigentlich alles?“
Für andere da sein – auf wessen Kosten?
Ich kenn das nur allzu gut.
Neulich zum Beispiel: Die Familie wollte zum Hockeyspiel.
Es war noch einiges zu erledigen.
Ich hab gesagt: „Geht schon mal – ich mach das hier noch fertig.“
Ich hab ihre Freude gespürt, ehrlich.
Aber ich hab dabei komplett übersehen, dass ich selbst keine Energie mehr hatte.
Dass ich da gerade für andere gesorgt habe – auf Kosten von mir.
Was wir uns selbst sagen würden – wenn wir zuhören könnten
Wenn meine beste Freundin mir sowas erzählt hätte, hätte ich gesagt:
„Es ist grad egal, ob die Küche aufgeräumt ist oder es zum dritten Mal Nudeln gibt.
Aber es ist nicht egal, wenn du auf dem Zahnfleisch gehst.“
Du darfst unperfekt sein.
Du darfst müde sein.
Du darfst keine Lust darauf haben, alles alleine zu machen.
Und: Das ist okay.
Der leise Moment der Rückkehr
Der Knackpunkt ist:
Ich muss überhaupt erstmal merken, dass ich mich selbst verloren habe.
Und das ist oft der schwierigste Teil.
Weil alles funktioniert.
Weil der Alltag weiterläuft.
Weil das „Ich schaff das schon“-Mantra so laut ist, dass ich mein inneres Flüstern kaum höre.
Aber wenn ich still werde – wirklich still – dann kommt irgendwann dieser Moment.
Und dann frage ich mich:
„Was brauchst du jetzt? Was brauchst du jetzt WIRKLICH?“
Sanfte Fragen für den Weg zurück zu dir
Meistens ist es nichts Großes.
Keine Reise, keine Therapie, keine Revolution.
Es ist eine Tasse Kaffee in der Sonne.
Ein Gespräch mit einer Freundin.
Ein Spaziergang mit unserem Hund Max im Wald.
Etwas, das mich zurückbringt.
Zu mir. In meinen Körper. In meine Wahrheit.
Und wenn du an so einem Punkt stehst, dann sag ich dir:
Sei lieb mit dir.
Mach dir bewusst:
Du wurdest nicht schwach.
Du wurdest von einem inneren Tsunami mitgerissen.
Und in dem Moment, in dem du das bemerkst – kannst du aufhören zu strampeln.
Stell dir ehrlich die Frage:
Was erdet mich?
Was hilft mir, auszusteigen?
Worauf hab ich wirklich Lust?
Was braucht mein Körper?
Und dann:
Tu das.
Genau jetzt.
Vielleicht stehst du gerade an so einem Punkt – und fragst dich, wie du dich wiederfinden kannst, ohne alles zu hinterfragen. Dazu findest du auch hier weitere Impulse: Wie du dich wieder findest, wenn du dich selbst verloren hast.
Oder vielleicht spürst du gerade, dass du selbst ein Stück weit weg von dir bist.
Dass du zwar funktionierst, aber dich selbst nicht mehr wirklich fühlst.
Dann habe ich etwas für dich vorbereitet:
Eine kleine E-Mail-Serie – ganz still, ganz weich.
Sie heißt: „Erinnerung an dich.“
5 E-Mails.
4 Impulse.
Und ein Raum, in dem du dir selbst wieder näherkommen kannst.
Kein Druck.
Kein Ziel.
Nur eine Einladung, dich zu erinnern, wer du bist – wenn niemand etwas von dir will.
Wenn du magst, begleite ich dich durch diese Tage.
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Ich freu mich auf dich.
Und vielleicht magst du dir heute einfach nur diese Frage stellen:
Was brauchst du jetzt – wirklich?
Und dann…
Tu das. Für dich.
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